17.–18. Oktober 2025
Crew: Jana, Petra und Arne
Aufbruch in Cuxhaven

Am Freitagmorgen, dem 17. Oktober, starteten wir kurz nach Sonnenaufgang unsere diesjährige Herbstfahrt mit der Ixylon Fahrtenjolle Grenzenlos II in Cuxhaven. Um 08:00 Uhr schoben wir das Boot vom Trailer, stellten den Mast und slippten im Hafen der Seglergemeinschaft Cuxhaven in das Wasser der Nordsee. Den passenden Slipwagen hatten wir netterweise von Denis bekommen.

Gegen 09:30 Uhr machten wir „Leinen los“. Das Wasser lief seit vier Stunden stromauf und es wurde Zeit, unsere erste Etappe nach Glückstadt zu beginnen. Wir ließen den Hochseehafen von Cuxhaven an Steuerbord und querten hinter ein paar Containerschiffen die Elbe auf die schleswig-holsteinische Seite.


Entlang der Küste segelten wir mit guter Fahrt und hawaiianischer Musik bei herbstlichem Morgenhimmel stromauf nach Brunsbüttel. Bei frischen Nordwestwind von 3-4 Beaufort und mit Strom und Wind von achtern hatten wir dabei ordentlich Wellenschub.
Bei Brunsbüttel querten wir die Elbe erneut, um uns von den Schiffen des NOK freizuhalten. Der Wind frischte auf satte, böenfreie 4 Beaufort auf und schob uns so gut, so dass wir manchmal sogar die vorauslaufenden Wellen einholten. Dabei kam auch die Gischt hin und wieder über und gab uns die gewünschte Nordseestimmung.
Bei Brokdorf erreichten wir schließlich die große Biegung, ab der die Elbe von Südosten fließt. Hier querten wir erneut und segelten auch für die nächsten Stunden mit flotter Fahrt.

Unterwegs lieferten wir uns Wettrennen mit den Containerschiffen, mit denen wir tatsächlich gut mithalten konnten.

Schon vor 14:00 Uhr erreichten wir Glückstadt und machten im Außenhafen fest. Hier war das Aufslippen offenbar bereits vollbracht.

In Glückstadt übernachteten wir in der Jugendherberge direkt an der Schleuse im Binnenhafen (Bildmitte, rechts neben dem weißen Haus) nur 100 m von der Grenzenlos. Besonders zu empfehlen ist hier die Gaststätte ‚Alte Oper‘, in der wir auch den Organisator des DSV Fahrtenseglerfestes des kommenden Tages beim Freitagabenddbier getroffen hatten.
Kalter Morgen, klare Sicht

Am nächsten Morgen legten wir um 08:30 Uhr ab. Die Sonne war gerade aufgegangen, die Luft war noch kalt, und Ufernebel lag über dem Wasser.

Da der Wind noch schlief, starteten wir unseren 2-PS-Motor, den uns netterweise Johannes und Claudia geliehen hatten. Mit auflaufend Wasser fuhren wir die Elbe aufwärts, manchmal begleitet von ziehenden Wildgänsen.

Gegen Mittag landeten wir dann an einem kleinen Strand und unternahmen einen kurzen Landgang. Nachdem wir unsere Fahrt fortgesetzt hatten, tauchten bald die Silhouetten der Stahlwerke, Airbushallen und Hafenkräne von Hamburg auf.

Ankunft in Hamburg und Teilnahme am Fahrtenseglerfest

Am frühen Nachmittag erreichten wir schließlich Blankenese und spielten ein Begrüßungslied mit unserer Soundbox.

Die letzten Meilen gingen dann entlang zahlreicher Ufercafés und der Elbstrände,

Bis wir kurz vor 14:00 Uhr im Museumshafen Övelgönne im Herzen HHs festgemacht hatten.

Der Hafenmeister hatte uns vorab einen Liegeplatz und eine Übernachtung zugesichert.

Dann stieß Götz zu uns, der mit dem Zug nachgekommen war, was uns sehr gefreut hat. Das Fahrtenseglerfest fing dann auch schon bald mit einer Führung durch die historischen Schiffe und Kräne des Museumshafens an.

In der Kaiserperle am Museumshafen gab es nun, mit Blick auf die Hafenanlagen und Elbe, einen Reigen von Vorträgen, in denen verschiedene Crews über ihre Sommertörns berichteten. Die DSV-Jury hatte dazu eine Auswahl besonderer Fahrten zusammengestellt, und die Gäste durften über die „Fahrt des Jahres“ abstimmen. Den Publikumspreis der Fahrtensegler gewann ein älteres Ehepaar, das von der Deutschen Bucht in die Bretagne gesegelt war. Den Jurypreis erhielt eine Einhandfahrt auf einer Nonstop-Regatta von England zu den Azoren und zurück.

Und der Hauptvortrag wurde vom Weltumsegler Jimmy Cornell gehalten, den der DSV aus London eingeladen hatte. https://cornellsailing.com/de/authors/jimmy-cornell

Blick von der Kaiserperle im Museumshafen Övelgönne die Elbe abwärts nach Westen.
Nach der Preisverleihung genossen wir das festliche Dinner und im Anschluss feierten wir bis in den frühen Morgen in der Haifischbar und bezogen dann kurz Quartier in der benachbarten Seemannsmission. Am folgenden Tag traten wir dann mit der Grenzenlos IIauf dem Hänger die Rückfahrt nach Potsdam an, wo wir am Abend wieder im SVPA eintrafen.
Fazit: Die 50 sm in einer Jolle von Cuxhaven bis ins Herz der Hansestadt Hamburg mit anschließendem Fahrtenseglerfest waren eine wunderbare Herbstreise.
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