Opti Pfingstfestival Wannsee vom PYC 23./24.5.26

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Am Freitag Nachmittag nach der Schule haben wir den „Adler“ ins Wasser gebracht und ihm den „ocTopi“ auf den Schnabel gelegt. Das sah dann ein bisschen wie ein Hammerhai aus. Dann zogen wir noch zwei Gartenbrausen aus dem Kühlschrank und schipperten gemächlich durch Potsdam zum Wannsee. Schon allein die Anreise hatte absolutes Urlaubsfeeling. Leider hatte Jonas vom SVEW krankheitsbedingt kurz vorher abgesagt, sodaß wir nur zu dritt sein würden dieses Wochenende. Angekommen beim PYC half uns gleich der Chefschiedsrichterausbilder Pascal beim Anlanden und so freundlich blieb es auch das gesamte Wochenende bei unseren Namensvettern mit dem RIESIGEN Clubhaus im dicken B. Da wir zu Hause schlafen wollten, hatten wir noch die Fahrräder mitgenommen und sausten bald darauf im schönsten Frühsommerwetter den Havelradweg gen Potsdam zurück. Hach, schöner kann eine Regatta doch gar nicht beginnen…
Samstag Morgen holte uns das restliche Team aus Brandenburg a.d.H. auf der Durchreise ab mit dem Auto und wir waren pünktlich im PYC. Nur der Wind dachte, er dürfe schonmal in die Sommerferien abreisen. Das hatte er auch dem Wettfahrtleiter gesteckt. Nachdem die Kids ihr blütenweißes Pfingstfestival Shirt und ihre Pastamarke aus dem Raceoffice geholt hatten (ihr ahnt schon: blütenweiß und Pasta…. Das ging nicht gut zusammen 🤣) wurde auch gleich die boombox hochfahren, die Tischtennisplatte rausgeschoben und Ersatzprogramm bis 13 Uhr angeboten. Alle Kids tobten dann um die Platte und nachdem genug chinesisch war, polierten Frieder und Ben ihre Optis auf Hochglanz. Anschließend fuhren wir mit Adler kucken, wo das Wettfahrtgebiet war und ob da wirklich kein Wind war (es war tatsächlich noch spiegelglatter, als auf dem inneren Wannsee) und dann erreichte uns die Nachricht vom Wettfahrtleiter, daß es zwischen den beiden austragenden Vereinen PYC und VSAW auf dem Wasser Eis geben würde. Da kamen dann alle mit ihren Optis oder Trainerbooten zusammen und es war der totale Krimi, aus welchem Boot denn nun das Eis rauskäme. Aus der „E-Lise“ natürlich! Ein schickes E-Mobo schoß aus dem VSAW raus und verteilte händeweise Stileis an die 150 Optis und deren Trainer. Was für eine nette Idee bei den Temperaturen von 25 Grad! Die Abkühlung reichte natürlich nicht und so sprangen die Kids noch übermütig in den Wannsee. Nachdem schon Schokolade auf dem blütenweißem Shirt war ging es zum VSAW, wo die Pasta mit Bolognese serviert wurde, um das Kunstwerk auf dem Chemisett zu vollenden. Die war super lecker, aber nicht vor 15.30 serviert. Ein Fall für ein paar Runden Uno. Auch der Getränkeautomat wurde mit Argusaugen bewacht und nicht vor der Zeit frei gegeben. Bei der Hitze etwas unangemessen. Zumindest wurde der erste Regattatag nicht durch Segeln gestört 🤣. Wir packten die frisch polierten Optis wieder ein und kämpften uns per öffentlichen Nahverkehr zurück nach Hause. Die Strecke Wannsee- Potsdam Hauptbahnhof hat dann tatsächlich doppelt so lange gedauert, wie die gleiche Fahrt per Mobo oder Rad 🫣.
Sonntag war eine Stunde eher Start und Teamteil BrB holte uns recht früh ab und wir wurden auch gleich rausgeschickt zur großen Breite. Nun traf auch Olivia zu uns, die von ihrem Zweitverein VFSaW aus gestartet war. Es war Wind! Aber sehr löchrig aus West, manchmal pfiff es durch die Enge beim SV03 und manchmal kam es auch vom deutsch-brittischen. Es drehte extrem. Wir hatten gerade eine erste Startstrategie auf rechts entwickelt, als der Wind 30s vorm Start um 40 Grad nach links schwenkte und unsere Opti Helden unterm Windstreifen versackten. O-Ton Trainerin Juliane, nachdem sie ins Lenkrad gebissen hatte: „Ick sach nie wieder wat!!!!!“
Im zweiten Rennen legte Ben einen super Mittelstart über der durchhängenden Linie hin, wurde aber wieder vom durchdampfendem linken Starterfeld, welches erneut vom Pfiff aus der SV03-Enge profitierte, schlichtweg niedergewalzt. Berlin isn’t easy. Auch der Wettfahrtleiter fand keine Strategie. Wir haben die mit AP vorzeitig beendeten Starts nicht gezählt. Es waren viele. Selbst bei Nutzung von black flag fand er keine befriedigende Startsituation. Das Pinn-End wurde bei jeder Wettfahrt mindestens 3x verlegt. Selbst das Outerloop-Luvfass verlegte er mit „C“ in zwei der drei Wettfahrten. Irgendwann gegen 14 Uhr drehte der Wind nach Nordwest und er musste den gesamten Kurs umbauen. Langweilig wurde es nie, nur langwierig. Zusammengefasst hieß das: wir waren für drei Wettfahrten für 6 Stunden auf dem Wasser. Dabei haben die Kids nur 30 min im Mittel pro Rennen gebraucht. Im Endeffekt kam Olivia am besten mit den Bedingungen zurecht, sicher weil sie auch oft dort gesegelt ist. Sie belegte einen hervorragenden 10.Platz. Frieder wurde 32. und in der U12-Wertung Dritter. Leider waren die Medaillen dafür noch nicht da. Ben belegte den 42. Platz von 65 Startern und ist jetzt Profi für Mittelstarts. Im PYC wurde ein fulminantes Kuchenbuffet aufgebaut, sogar mit Erdbeertorte! Leider war die Beschaffung von Getränken etwas schwierig, sorgte aber auch wieder für lustige Momente im Sailing Team Brandenburg. Mit „was hamsen da?“ besiegten wir auch den Mangel an Übersicht.
Der Rückweg als Hammerhai war wieder unbeschreiblich schön. Sicher ist der Wannsee schwer zu segeln und die Berliner harte Nüsse, aber es war ein sehr schönes Wochenende. An Erfahrung haben wir allemal gewonnen! Wir bedanken uns beim PYC für die schöne Veranstaltung und planen sie definitiv für die nächste Saison wieder ein.


Frieder ocTopi GER 2167 und Trainerin Juliane


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