Geht das noch – mit dem Jollenkreuzer zu den Mecklenburgischen Seen – und das Einhand ? Einfach machen : Der Start mit SO- Wind war verheißungsvoll und ermöglichte Segeln auf der Havel bis zum Stößensee, Schleuse Spandau und weiter bis zum Nieder-Neuendorfer See. Am nächsten Tag früh los nach Oranienburg, durch weitere Schleusen nach Zehdenick und schon war man in der wunderbaren Schorfheide mit Übernachtung an der Lieblingsraststelle, Stille und Natur pur, kein Boot störte den Abend und die Nachtruhe. So ging die Fahrt in den nächsten Tagen weiter, Segeln über die Seen, kleine Kanalstrecken mit Schleusen. Stolpsee, Ziernsee, Ellbogensee, Pälitzsee, Labussee, Vilzsee, Schwarzsee wurden passiert. Als Segler ist man auf diesen Gewässern ein Exot , wird aber bewundernd betrachtet. Allerdings habe ich ja auch ein Boot, was auf 40 Mecklenburgreisen erprobt und verbessert wurde – und einfach funktioniert.
Von Stress und Hektik mit zu vielen Booten gab es keine Spur, allerdings sollte man nicht gerade zur Mittagszeit schleusen wollen. Mit dem flach gehendem Jollenkreuzer fand ich an den schönsten Uferstellen einen Übernachtungsplatz. Dann kamen die großen Seen Müritz bis Plauer See. Das Wetterfenster war günstig und ich konnte unter Genua bei 2-3 Bft. herrliche lange Schläge fahren. Ab und an kam lieber Besuch an Bord, es war ein traumhafter Segelurlaub !
Auch die Rückfahrt verlief unkompliziert, den einen oder anderen Regentag konnte man in Kauf nehmen.
Fazit : In den 19 Tagen meiner Fahrt legte ich 560 km zurück, davon 243 km unter Segeln. Die Mecklenburger Seenplatte ist nach wie vor eine „Seereise“ wert, der Bootsverkehr ist überschaubar, wenn man Stoßzeiten meidet. Von großem Vorteil ist ein für das Fahrtensegeln gut ausgestattetes Boot, weil es einfach unabhängiger macht.
Goode wind – Ahoi !
Norbert Seidel, SR 289 Record








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